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Kardiologie
Kardiologie ist die Lehre vom Herzen, die sich mit der Struktur, der Funktion und den Erkrankungen des Herzens befasst, und in der Humanmedizin das Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit den Herz-Kreislauferkrankungen beim Erwachsenen beschäftigt. Die Kinderkardiologie ist in Deutschland und der Schweiz ein eigenständiges Teilgebiet der Kinderheilkunde.
Kardiologe ist in den deutschsprachigen Ländern eine standesrechtlich geschützte Bezeichnung, die nur von Ärzten geführt werden darf, die im Rahmen einer speziellen Weiterbildung besondere Kenntnisse auf dem Gebiet der Kardiologie erworben und nachgewiesen haben.
Geschichte und Entwicklung Bis 1900
Hölzernes Stethoskop (aus Meyers Konversations- lexikon 1890)Menschen empfanden das Herz bereits seit langer Zeit als besonders verwundbares Organ, darauf weisen steinzeitliche Wandmalereien in Spanien hin. Heilkundige Chinesen, Griechen und Römer widmeten dem Herzen und dem Puls als Ausdruck mechanischer Herztätigkeit besondere Aufmerksamkeit. Herophilos von Chalkedon konstruierte um 300 v. Chr. eine Taschenwasseruhr zur Pulsmessung. Vor etwa 2000 Jahren beschrieb der römische Literat Seneca der Jüngere seine Angina Pectoris so: „Der Anfall ist sehr kurz und einem Sturm ähnlich. Bei anderen Leiden hat man mit der Krankheit zu kämpfen, hier aber mit dem Sterben.“ Der Beginn der modernen Kardiologie kann am ehesten auf das Jahr 1628 datiert werden, als der englische Arzt William Harvey seine Entdeckung des Blutkreislaufes veröffentlichte.
1733 konnte der englische Pfarrer und Wissenschaftler Stephen Hales erstmals „blutig“, d. h. invasiv, den Blutdruck messen, indem er eine Kanüle in die Halsschlagader eines Pferdes einführte und mit einem Glaszylinder verband. Das älteste herzwirksame Medikament ist Digitalis, dessen Nutzen für die Behandlung der „Wassersucht“ 1785 William Withering beschrieb. 1816 erfand der Franzose René Théophile Hyacinthe Laënnec das Stethoskop, zunächst in Form recht einfacher hölzerner Zylinder, die eine Auskultation möglich machten. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts waren Stethoskope mit flexiblen Schläuchen für beide Ohren verbreitet. Ein frühes Gerät der indirekten „unblutigen“, d. h. nichtinvasiven Blutdruckmessung war z.B. der Sphygmograph des deutschen Physiologen Karl von Vierordt (1818 -1884). Das erste Sphygmomanometer wurde vom österreichischem Pathologen Samuel Siegfried Karl Ritter von Basch (1837-1905) erfunden. 1896 beschrieb der italienische Arzt Scipione Riva-Rocci ein einfaches Gerät zur Blutdruckmessung mit einer Armmanschette, das von Harvey Williams Cushing verbessert wurde, und dessen Messmethode 1905 vom russischen Militärarzt Nikolai Sergejewitsch Korotkow abgewandelt wurde. Heutzutage wird nur noch selten nach der Methode von Riva-Rocci gemessen. Dann wird der so gemessene Blutdruck mit (RR) benannt. Fälschlicherweise wird der heutzutage nach Korotkow gemessene Blutdruck in der Praxis aber immer noch mit "RR" bezeichnet.
Das 20. Jahrhundert
Altersabhängige Prävalenz von Herz-Kreislauferkrankungen (Angaben geschätzt für die USA)[ Herzdiagnostik an einem Herzkatheter-Kardangiographie-Arbeitsplatz, 1989Im Laufe des 20. Jahrhunderts gewannen die Herz-Kreislauferkrankungen erheblich an Bedeutung. Zu Beginn waren sie weltweit für weniger als 10 % der Todesfälle verantwortlich, gegen Ende für knapp 50 % in den Industrieländern und 25 % in den Entwicklungsländern. Diese Verschiebung wird mit dem selteneren Auftreten von Infektionskrankheiten und Mangelernährung als zuvor häufigsten Todesursachen und der steigenden Lebenserwartung erklärt. Da Herz-Kreislauferkrankungen im höheren Alter häufiger auftreten, erklärt schon der Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung – in den USA von 49,2 Jahren im Jahr 1900 auf 76,9 Jahre im Jahr 2000– einen Großteil des Zuwachses.
Anfang des 20. Jahrhunderts kristallisierte sich die Kardiologie als eigenständiges Forschungsgebiet innerhalb der Inneren Medizin heraus. 1907 wurde in Paris die erste Ausgabe der Fachzeitschrift „Archives de Maladies du Coeur et des Vaisseaux“ veröffentlicht, 1909 in Wien das „Zentralblatt für Herz- und Gefäßkrankheiten“. In England folgte 1910 die Zeitschrift „Heart“, in den USA 1925 das „American Heart Journal“. Ebenfalls 1925 wurde in den USA als erste kardiologische Fachgesellschaft die „American Heart Association“ gegründet. Sie wurde 1927 von der „Deutschen Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung“ als erster Fachgesellschaft in Europa gefolgt, deren Mitgliederzahl in den ersten zehn Jahren ihres Bestehens von 180 auf 300 anwuchs.
1903 entwickelt der Holländer Willem Einthoven den Elektrokardiografen (EKG). Hände und Füße der Patienten wurden damals zur Ableitung der Herzströme in Salzlösung getaucht, erst in den 1940er Jahren erfolgte die Registrierung mit Hilfe von Metallscheiben an den Hand- und Fußgelenken, die durch Drähte mit dem Registriergerät verbunden wurden. Die heutige Behandlung von Herzrhythmusstörungen basiert u. a. auf der Arbeit des Japaners Sunao Tawara, der 1906 während seiner Tätigkeit beim Marburger Pathologen Ludwig Aschoff die Grundzüge des Erregungsleitungssystems des Herzens veröffentlichte.
1929 kam es zur ersten Herzkatheteruntersuchung im weiteren Sinne, als sich der damalige chirurgische Assistenzarzt und spätere Urologe Werner Forßmann in Eberswalde einen Gummischlauch durch seine Armvene in den rechten Vorhof schob. 1941 veröffentlichte André Frédéric Cournand seine Erfahrungen mit der Herzkatheterisierung als diagnostischer Methode. 1956 erhielten Forßmann und Cournand u. a. für diese Verdienste zusammen mit Dickinson Woodruff Richards den Nobelpreis.
Die erste Herzoperation wurde am 9. September 1896 von dem Frankfurter Chirurgen Ludwig Rehn vorgenommen. Er nähte das Herz eines Frankfurter Gärtnergesellen, das bei einer Messerstecherei verwundet worden war. Vorangegangen waren tierexperimentelle Versuche, die gezeigt hatten, dass der Herzmuskel zur Regeneration fähig war. In den USA folgt die erste Herzoperation eines offenen Ductus Botalli 1938 durch den amerikanischen Chirurgen Robert E. Gross, die erste Operation am offenen Herzen 1952 durch F. John Lewis.
Die ersten Echokardiographien wurden 1950 durch Wolf-Dieter Keidel sowie 1954 von Inge Edler und Carl H. Hertz durchgeführt. Das 1952 von Bernard Lown und Samuel A. Levine für die Herzinfarkt-Behandlung propagierte armchair treatment fand erst in den 60er Jahren auch in Deutschland Anklang. Während den Patienten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts für sechs bis acht Wochen jegliche körperliche Anstrengung verboten und strikte Bettruhe verordnet wurde, konnten sie jetzt bereits eine Woche nach dem Infarkt täglich bis zu zwei Stunden im Sessel sitzen, um den Kreislauf anzuregen und Muskelabbau sowie Thrombosen vorzubeugen. Heute stehen Patienten nach einem unkomplizierten Infarkt am ersten oder zweiten Tag auf und werden nach sieben bis zehn Tagen aus dem Krankenhaus entlassen, in den USA bereits nach weniger als fünf Tagen.
Am stillstehenden Herzen konnte erst nach Einführung der Herz-Lungen-Maschine durch John Gibbon im Jahr 1953 operiert werden, die erste Operation mit diesem Gerät in Deutschland nahm 1957 der Berliner Chirurg Emil Sebastian Bücherl vor. 1958 wurde am Karolinska-Spital in Stockholm der erste von Äke Senning und Siemens-Entwicklungschef Rune Elmqvist gebaute Herzschrittmacher implantiert. 1959 brachten die deutschen Behring-Werke Streptokinase auf den Markt, das beim akuten Herzinfarkt das Blutgerinnsel im Herzkranzgefäß auflösen kann und so die Blutversorgung des betroffenen Areals wieder ermöglicht.
Die erste künstliche Herzklappe wurde 1961 durch die beiden Amerikaner Albert Starr und Lowell Edwards implantiert. 1963 stellte das deutsche Unternehmen Knoll mit Verapamil den ersten Calciumantagonisten vor. Den ersten Beta-Blocker entwickelte 1964 der Schotte James W. Black, der 1980 den Nobelpreis erhielt. Der erste Koronararterien Bypass wurde 1967 durch René G. Favaloro angelegt. Ebenfalls 1967 erfolgte die erste Herztransplantation durch Christiaan Barnard.
Der in Dresden geborene Andreas Grüntzig führte 1977 in Zürich die erste Ballon-Dilatation durch und begründete damit die interventionelle Kardiologie.
1980 wurde an der Johns-Hopkins-Universität erstmals ein interner Defibrillator eingesetzt, um lebensbedrohliche Tachykardien und Kammerflimmern zu beenden. 1981 führte die Pharmafirma Squibb Captopril als ersten ACE-Hemmer in die Therapie ein. Der erste Stent wurde von Ulrich Sigwart in Lausanne entwickelt und 1986 erstmals eingesetzt. 1987 entwickelte der in Amerika lebende Grieche Roy Vagelos das erste Statin. Die dopplergestützte Echokardiographie wurde zwar bereits 1959 durch den Japaner S. Satomura eingesetzt, kam jedoch erst in den frühen 1980er-Jahren mit der Verfügbarkeit leistungsstarker Rechner durch K. Namekawa, William J. Bommer sowie Larry Miller zur Anwendungsreife. In den späten 1980er-Jahren verbreiteten sich mit der transösophagealen Echokardiografie (TEE) („Schluckecho“) und der Stressechokardiografie zwei wesentliche Erweiterungen der Ultraschalluntersuchungen des Herzens. Die TEE wird insbesondere für die Feinbeurteilung von Herzklappenveränderungen und die Suche nach Emboliequellen eingesetzt, die Stressechokardiografie zur Beurteilung von Durchblutungsstörungen des Herzmuskels.
Die erste Bypass-Operation in minimal-invasiver Technik wurde 1994 in den USA durchgeführt, 1995 erstmals auch in Deutschland durch Joachim Laas in der Herz-Kreislauf-Klinik in Bad Bevensen. Während die Computertomografie (CT) und Magnetresonanztomografie (MRT) zunächst auf Grund der schnellen Eigenbewegung des Herzens in der Kardiologie nur selten Verwendung fanden, haben sich diese Untersuchungsverfahren mit der Einführung immer leistungsfähigerer Computer in den 1990er-Jahren auch in diesem Fachgebiet etabliert.
Aktuell In Nordamerika und Westeuropa ist die Kardiologie zu Beginn des 21. Jahrhunderts nahezu flächendeckend in Praxis oder Klinik vertreten, während sie noch in den 1960er-Jahren fast ausschließlich an den Universitätskliniken und in wenigen spezialisierten Zentren präsent war. In den USA waren im Jahr 1999 etwa 14.000 Kardiologen zertifiziert CT und MRT können auf Grund immer leistungsfähiger Computer für eine Reihe von Fragestellungen bereits vergleichbare oder bessere Ergebnisse liefern als die Echokardiografie oder die Herzkatheteruntersuchung, sind aber in vielen Ländern aus verschiedenen Gründen (u. a. Verfügbarkeit, Kosten, Strahlenbelastung und fehlende Möglichkeit zur Intervention) nicht in die Routineversorgung eingebunden.
Zum Jahresende 2003 waren in Deutschland 3.059 Kardiologen berufstätig, davon waren 2.126 als Kassenarzt tätig. 2002 wurden alleine zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) u. a. 3.721.705 Echokardiografien durchgeführt.
Besonders im Bereich der invasiven Kardiologie (Herzkatheteruntersuchungen) und der interventionellen Kardiologie (Ballondilatationen und andere kathetergestützte Therapieverfahren) ist es zu einer erheblichen Leistungsausweitung gekommen. Vom Beginn der systematischen Datenerhebung im Jahr 1984 bis zum Jahr 2005 zeigt sich ein deutlicher Anstieg der entsprechenden Untersuchungs- und Behandlungszahlen in deutschen Katheterlaboren.
2001 waren in Deutschland 356 Linksherzkatheter-Einrichtungen mit 503 Messplätzen gemeldet. Dies entsprach einer Dichte von 4,3 Einrichtungen und 6,2 Messplätzen pro 1 Mio. Einwohner[8].
Im Jahr 2004 wurden in Deutschland pro 1 Mio. Einwohner 8.695 diagnostische Linksherzkatheter und 3.022 Ballondilatationen vorgenommen. Diese Zahlen liegen im Vergleich mit anderen Ländern (vgl. Tabelle) recht hoch, was angesichts der Kosten von schätzungsweise 573 Mio. Euro für die Linksherzkatheter und 871 Mio. Euro für die Ballondilatation auch von gesundheitsökonomischer Bedeutung ist.
Schwerpunkte Die Kardiologie konzentriert sich nicht nur auf die angeborenen und erworbenen Erkrankungen des Herzens, sie befasst sich auch mit dem Blutkreislauf und den herznahen Blutgefäßen. Der daraus abgeleitete Begriff der Herz -Kreislauferkrankungen, im englischen Sprachraum cardiovascular diseases, beinhaltet auch Bluthochdruck (Hypertonie), Schlaganfall, arterielle Verschlusskrankheit und viele andere Erkrankungen, ist aber nicht verbindlich definiert (vgl. Herz -Kreislauferkrankung). Bei der Diagnostik und Behandlung der nicht unmittelbar am Herz lokalisierten Krankheiten kommt es zu Überschneidungen mit anderen Fachgebieten wie der Angiologie, der Neurologie und der Pneumologie.
Spezielle Aufgaben und Untersuchungsverfahren der Kardiologie sind
die Erkennung und Behandlung von angeborenen und erworbenen Erkrankungen des Herzens, des Kreislaufs, der herznahen Gefäße und des Herzbeutels (Perikard), die Beratung und Führung von Herz-Kreislaufpatienten in der Rehabilitation und die sozialmedizinische Beurteilung ihrer beruflichen Belastbarkeit, die intensivmedizinische Basisversorgung, die Ultraschalluntersuchung des Herzens (z. B. Echokardiografie, Stressechokardiografie, Doppler- und Duplex Echokardiografie, transösophageale Echokardiografie), die diagnostische Links- und Rechtsherzkatheteruntersuchungen u. a. mit Koronarangiografie, therapeutische Koronarinterventionen (z. B. PTCA, Stentimplantationen, Atherektomie, Rotablation, Brachytherapie), Elektrokardiogramme (EKG) die medikamentöse, apparative und interventionelle antiarrhythmische Therapie einschließlich Defibrillation und Ablation, die Herzschrittmachertherapie und -nachsorge, die Indikationsstellung und Nachsorge von implantierbaren Kardioverter-Defibrillatoren (ICD) und gemeinsam mit anderen Fachdisziplinen die interdisziplinäre Indikationsstellung und Beurteilung nuklearmedizinischer Untersuchungen und chirurgischer Behandlungsverfahren. Herzkatheterlabor für Koronarangiografien und Ballondilatationen Koronare Herzkrankheit [Bearbeiten] In Nordamerika, Westeuropa, Japan, Australien und Neuseeland leidet die große Mehrzahl der von Kardiologen betreuten Patienten heute an der koronaren Herzkrankheit (KHK), so dass dort die Erkennung, Behandlung und Nachsorge von Angina Pectoris, Herzinfarkten und infarktbedingter Herzmuskelschwäche zur Haupttätigkeit der meisten Kardiologen geworden ist.
Neben der medikamentösen Therapie haben hier in den letzten zwei Jahrzehnten die invasiven Therapien immer mehr an Bedeutung gewonnen. Dabei handelt es sich um die von Herzchirurgen durchgeführte Bypass-Operation und die von interventionellen Kardiologen vorgenommene Ballondilatation, die heute meist mit der Implantation eines Stents verbunden wird. Voraussetzung für beide Verfahren ist die genaue Kenntnis der Koronaranatomie, die bei der Koronarangiografie im Rahmen einer Linksherzkatheteruntersuchung gewonnen wird.
Andere Erkrankungen Neben der KHK und der Herzinsuffizienz spielen für die heutige Kardiologie Herzrhythmusstörungen eine große Rolle (Rhythmologie), wobei zahlenmäßig das Vorhofflimmern überwiegt und hinsichtlich der Bedeutung für den Patienten die ventrikulären Rhythmusstörungen (Ventrikuläre Tachykardie und Kammerflimmern) besonders bedeutsam sind. Erkrankungen der Herzklappen, primäre Erkrankungen des Herzmuskels (Kardiomyopathien) und die entzündlichen Herzkrankheiten (Endokarditis, Myokarditis und Perikarditis) sind dagegen heute in den Hintergrund getreten. Besonders die früher auch in Europa bedeutsameren rheumatischen Klappenfehler nach Infektionen mit β-hämolysierenden Streptokokken sind viel seltener geworden. Während hier nur noch etwa 1,5 % der Todesfälle durch HerzKreislauferkrankungen auf eine rheumatische Herzerkrankung zurückzuführen sind, beträgt der Anteil in Entwicklungsländern noch 10-15 %.[1]
Überschneidungen Kinder und Jugendliche mit (in der Regel angeborenen) Herz-Kreislauferkrankungen werden in der Kinderkardiologie betreut, einem Schwerpunkt der Kinderheilkunde. Ein besonderes Problem stellt die kardiologische Versorgung von Patienten mit angeborenen komplexen Herzfehlern dar, die das Erwachsenenalter erreicht haben. Deren Zahl steigt ständig. Nach Operationen im Neugeborenen- und Kindesalter benötigen sie eine weitere Betreuung – in der Regel lebenslang. Der Übergang von der Kinderkardiologie zur Erwachsenenkardiologie ist bisher (2006) nicht abschließend geregelt, da diese Krankheitsbilder neu sind und sich durch neue Operationsverfahren weiter entwickeln. Als mögliche Lösungen werden eine besondere Zertifizierung von Abteilungen bzw. Kliniken und ein neu zu schaffender „Facharzt für angeborene Herzfehler“ durch die Fachgesellschaften diskutiert.
Bluthochdruck wird auch von Nephrologen, pulmonale Hypertonie auch von Pneumologen, die arterielle Verschlusskrankheit von Angiologen, die entzündlichen Gefäßkrankheiten von Rheumatologen und der Schlaganfall auch von Neurologen und Neuroradiologen erforscht und behandelt.
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