KRANKENHÄUSER

 Impressum | Haftungsausschluss | Datenschutz 

 


 www.krankenhaeuser-portal.eu

 KRANKENHÄUSER

 » Krankenhäuser nach
     Bundesländer
 »
Krankenhäuser nach
     Städte / Orte

 » Krankenhäuser nach
     Fachgebieten

 » Krankenhäuser nach
     Krankheitsbild

 RATGEBER

 » Krankenhaus
     Lieferanten

 » Krankenhaus
     Betreiber

 » Krankheiten A - Z
 » Behandlungen A - Z
 » Medizin Lexikon

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Urologie

Die Urologie ist ein Teilgebiet der Medizin. Sie beschäftigt sich mit den harnbildenden und harnableitenden Organen,
also von Niere, Harnblase, Harnleiter und Harnröhre. Urologen behandeln zudem auch Krankheiten der
Geschlechtsorgane des Mannes, also Hoden, Nebenhoden, Samenleiter, Samenbläschen, Penis, sowie der Prostata
und decken damit Bereiche der Andrologie ab. Es gibt Überschneidungen zur Nephrologie, Gynäkologie, Neurologie,
Onkologie und Chirurgie.

Geschichte der Urologie
Obwohl die Urologie ein relativ junges eigenständiges Fachgebiet ist, reichen ihre Wurzeln bis in das Altertum zurück.

Altertum und Antike
Bereits in Ägypten ca. 1000 v. Chr. kannte man Blasenkatheter. Diese frühen Formen waren aus Bronze. Die Operation
von Blasensteinen ist hier ebenfalls bekannt. Im antiken Griechenland beschäftigt man sich ebenfalls mit urologischen
Erkrankungen. Hippokrates von Kós klassifiziert als erster Störungen des Wasserlassens und unterscheidet hierbei in
Dysurie (schmerzhaftes Wasser lassen), Strangurie (tropfenweises Wasser lassen) und Ischurie (Harnverhaltung).
Weiterhin beschreibt er ausführlich die Bildung von Blasensteinen. Die operative Entfernung ist seiner Meinung nach für
den Arzt nicht ratsam (im hippokratischen Eid verpflichtet sich der Arzt keine Steine zu schneiden). Darüber hinaus
beschäftigt er sich auch mit Nierenerkrankungen und deren Therapie bis hin zur operativen Nierenfreilegung und
Entfernung bei eitrigen Entzündungen mit Abszessbildung. Da ihm aus religiösen Gründen anatomische Studien an
Leichen verwehrt sind, gründen sich seine Lehren auf die genaue Beobachtung der Leidenden.

Die erste anatomische Beschreibung der Prostata stammt von Herophilos von Chalkedon um 300 vor Christus. Diese
Beschreibung beruhte auf der Sektion von Leichen. Ammonius von Alexandria verbessert um 250 v. Chr. die Technik der
Steinoperation über einen Dammschnitt durch vorherige Zerkleinerung und anschließende Bergung mit einem Haken.
Sein Beiname „der Lithotom“ rührt daher.

Der römische Arzt Celsus (ca. 25 v.Chr. bis 50 n.Chr.) entdeckt die Lehren des Hippokrates wieder und beschreibt in
seinen Werken die Technik der Blasensteinentfernung und das Katheterisieren mit metallenen Blasenkathetern.

Aretaios von Kappadokien (81–138) klassifiziert die verschiedenen Arten von Nierenentzündungen und schlägt als
Therapie die Harnableitung mittels Katheter vor. Darüber hinaus empfiehlt er bei Misserfolg einen Dammschnitt mit
Eröffnung der Harnblase zur Urinableitung. Die erste Beschreibung und Therapieempfehlung von Harnröhrenengen
stammt von Heliodoros (um 120–150). Er führt sie auf Geschwülste zurück, die durch Herauskratzen entfernt werden
sollen.

Claudius Galenus (um 131 bis 201) aus Pergamon führt schließlich die empirische, auf Beobachtung und Analyse des
Kranken beruhende und die dogmatische, sich auf anatomische Veränderungen als Ursache von Krankheiten beziehende
Medizin zusammen. Er misst der Urinschau zur Diagnose von Krankheiten große Bedeutung bei. Hierbei wird der
Morgenurin auf Dichte, Farbe, Geruch, Geschmack und Sediment hin geprüft und abhängig von den Symptomen und dem
Geschlecht bewertet. Seine Werke wurden von der arabischen Medizin ab dem 5. Jahrhundert aufgenommen, gelangten
über diese im Mittelalter nach Europa zurück und galten bis in das 17. Jahrhundert als Standard, den es nicht zu
hinterfragen galt. Seine Humoralpathologie (Vier-Säfte-Lehre) hatte bis in das 19. Jahrhundert als Krankheitskonzept
Bestand.

In der Spätantike beschreibt Oribasios (325–403) aus Pergamon die Aufdehnung der Harnröhre mit Verweilkathetern
aus Zinn und Blei, und Paulos von Aigina (5. Jahrhundert] verbessert nochmals die Steinoperation, indem er den Stein
über den After ertastet und über einen seitlichen Dammschnitt entfernt. Diese Methode sollte bis in das 17. und 18.
Jahrhundert Bestand haben.

Die Urologie in der arabischen Medizin und im Mittelalter
Im Mittelalter werden vor allem die Lehren Galens als Grundlage des medizinischen Handelns angesehen. Wesentliche
Neuerungen auf dem Gebiet der Urologie sind nicht zu verzeichnen. Ganz in der Tradition des Hippokrates lehnen es die
Ärzte und Chirurgen (diese wurden im Allgemeinen nicht zu den Ärzten gezählt) des Mittelalters ab, Steinleiden zu
operieren. Dieses wird Steinschneidern und Hebammen überlassen.

Avicenna aus Buchara (980–1037) reproduziert in seinem Werk Canon medicinae die Lehren Galens, beschreibt jedoch
zusätzlich genau die Niereneiterung und ihre Folgen. Erstmals erkennt er die Eigenständigkeit des Blasensteinleidens
und verwendet geschmeidige, mit Blei verstärkte Lederröhren als Blasenkatheter. Albucassis (936–1013) aus Córdoba
(11. Jahrhundert) befasst sich intensiv mit dem Katheterisieren der Harnröhre, der Blasenspülung und der
Blasensteinoperation (die er jedoch nicht selbst ausführt), wie sie Paulus von Aegina beschrieben hat. Sein Wissen
publizierte er in einer 30-bändigen medizinischen Enzyklopädie, die für Jahrhunderte zu einem chirurgischen
Standardwerk wurde. Peter von Argelata führt in Bologna als einer der wenigen Chirurgen eigenhändig Steinoperationen
aus. Arculaneus von Padua beschreibt erstmals die Hydrozele und Varikozele sowie deren Therapie und gibt präzise
Angaben zur Behandlung des Harnverhaltes.

Die frühe Neuzeit (16. bis 18. Jahrhundert)
Nach der Zeit der weitgehenden Stagnation im Mittelalter erfolgt ab dem 16. Jahrhundert, nicht zuletzt durch den
Buchdruck und die teilweise Erlaubnis von anatomischen Studien an Leichen ein deutlicher medizinischer Fortschritt.
Die Ablehnung der Steinoperationen durch Chirurgen schwindet bis zu Beginn des 18. Jahrhunderts völlig.

Entdeckungen in Anatomie, Pathologie und Pathophysiologie
Bedeutende anatomische Studien und Entdeckungen werden von Leonardo da Vinci (1452–1519), dem aus Brüssel
stammenden Anatom Andreas Vesalius (1514–1564) und dessen Nachfolger Eustachi (1500–1574) gemacht und
publiziert.

Auf dem Gebiet der Anatomie des Urogenitaltrakts liefern Etienne La Riviere aus Paris mit der Beschreibung der
Samenbläschen, Marcellus Malpighi (1628–1694) mit der Enthüllung des Funktionsmechanismus der Niere durch die
Entdeckung der Nierenkörperchen und Lorenzo Bellini (1643–1704) mit der Entdeckung der Nierenkanälchen wesentliche
Kenntnisse.

Dieses neue Zeitalter in der anatomischen Forschung an ist der Erfindung des Mikroskops zu verdanken. So kann in
Folge nach und nach durch Frederik Ruysch (1638–1731), Ferrein (1693–1769) und Philip Verheyen (1648–1710) den
mikroskopischen Aufbau der Niere zu klären. 1684 beschreibt Mery erstmals die später William Cowper zugeschriebenen
Glandulae urethrales. Der niederländische Forscher und Mikroskopbauer Antoni van Leeuwenhoek (1632–1723)
beschreibt 1677 erstmals Spermien.

Als Begründer der Pathologie, und damit auch der Pathologie des Urogenitaltraktes gilt der Anatom Giovanni Battista
Morgagni (1682–1771). Mit seinem fünfbändigen Werk De sedibus et causis morborum („Vom Sitz und den Ursachen der
 Krankheiten“) legte er im Jahre 1761 den Grundstein für die wissenschaftlichen Forschungen. Er untersucht und
analysiert die verschiedenen Varianten der Harnröhrenverengung, klassifiziert die Harnblasentumore und erörtert die
Ursachen für Harnverhaltung und Harnzwang. Hierbei entdeckt er die Prostatahyperplasie. Darüber hinaus entdeckt und
beschreibt er Nierentumore, untersucht die Nierenvereiterung und stellt die kompensatorische Vergrößerung der Niere
bei Verlust oder Fehlen der Zweiten fest.

Der französische Chirurg Jean-Louis Petit (1674–1750) und sein Schüler Pierre-Joseph Desault modernisieren durch
Beschäftigung mit den Krankheitsursachen, der Diskussion der Symptome und Differentialdiagnose sowie dem Beginn
der klinischen Demonstration am Krankenbett die klinische Chirurgie. Der Chirurg und Freund Desaults François Chopart
(1743–1795) veröffentlicht 1791 eine Schrift über die Behandlung der Erkrankungen des Harntraktes.

Entwicklung und Verbesserung der Therapie
Die Entwicklung ist vor allem durch die zunehmende Beteiligung von Chirurgen an urologischen Operationen voran
gebracht worden. Während lange Zeit Steinschneider und Hebammen urologische Operationen durchführten,
übernehmen dies bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts die Chirurgen.

Die Hauptanstrengungen werden auf dem Gebiet der Stein- und Harnröhrenchirurgie unternommen, da vor allem das
Steinleiden eine sehr häufige, zum Teil tödlich endende Erkrankung ist. Das große Problem ist jedoch die hohe
Sterblichkeit durch Infektionen und Blutverluste. Letzteres erfährt durch den französischen Militärchirurgen und Leibarzt
Heinrichs des II. und Karls des IX. Ambroise Paré (1510–1590) eine radikale Verbesserung. Er führt das Abklemmen und
Unterbinden von Blutgefäßen in die Chirurgie ein. Er gilt als Erfinder der bis heute verwendeten Technik der Ligatur zur
Blutstillung. Er veröffentlicht in seinen Werken seine Erkenntnisse über Gonorrhoe, Harnsteine und den Harnverhalt.
Weiterhin beschäftigt er sich mit der Harnröhrenverengung die seiner Meinung nach eine Folge der Gonorrhoe ist.

Die Hauptursache für die Entwicklung von Blasensteinen, die Prostatahyperplasie ist bis zu ihrer Beschreibung durch
Morgagni 1761 unbekannt. Daher wird zunächst die Operationstechnik zur Steinentfernung weiterentwickelt. Die
bisherige Technik ist seit Paulus von Aegina nicht weiterentwickelt worden. Mit Beginn des 16. Jahrhunderts wird diese
Methode der kleinen Steinoperation weiter verfeinert und mit speziellem Instrumentarium verbessert. Als große
Steinoperation wird sie von Marianus Sanctus (1489–1550) in seinem Buch Libellus aureus beschrieben. Bemerkenswert
ist hier die Menge an speziellen Instrumenten wie Kürette, Zangen (Forceps), Harnröhrensonde (sog. Explorator) und
einem speziellem Messer. Diese Technik setzt sich in ganz Europa durch.

Der nach dieser Methode operierende provenzalische Arzt Franco (1500–1560) entwickelt die neue Technik weiter und
beschreibt erstmals die Steinentfernung über einen Bauchschnitt, die so genannte Sectio alta. Allerdings wird diese
Methode zunächst kaum weiter verfolgt. Erst Mitte des 18. Jahrhunderts übernimmt Jean Baseilhac (1703–1781) diese
Technik, die bis dahin nur in Ausnahmefällen praktiziert wurde. Da Baseilhac bereits einen guten Ruf als Steinchirurg,
nicht zuletzt durch die Entwicklung eines speziellen Lithotoms zur Steinzerkleinerung in der Harnblase, genoss setzte
sich diese Methode durch und wurde zum Standard.

Trotz aller Modernisierung der Operationstechnik starben Mitte des 18. Jahrhunderts 255 von 812 Steinpatienten der
Pariser Kliniken Hôtel-Dieu und Charité wie aus einer damaligen Statistik hervorgeht. Hinzukommt, dass eine Narkose
nicht durchgeführt wurde.

Die Chirurgie an der Niere bleibt demgegenüber jedoch eine Ausnahme. Zwar führt Bauhin erfolgreich eine
Steinentfernung aus einer Niere durch, jedoch wird der Flankenschnitt überwiegend nur zur Eiterentlastung
durchgeführt. Weitere Berichte von erfolgreich durchgeführten Nierensteinentfernungen stammen von Schenk von
Grafenberg, Marchetti (im Jahr 1633) sowie Lafitte aus dem Jahr 1734.

Die Moderne bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges
Die großen technischen Fortschritte im 19. und 20. Jahrhundert führen zu einer rasanten Entwicklung in der Therapie
und Diagnostik urologischer Erkrankungen. Neben den neuen Materialien wie Kautschuk, verbessertem Stahl und den
Möglichkeiten der industriellen Fertigung spielen die Entdeckung und Nutzung der Elektrizität, der Röntgenstrahlen
sowie die Entdeckung und Anwendung von Stickoxydul (Lachgas), Chloroform und Ether zur Anästhesie eine
entscheidende Rolle. Die bedeutendste Entwicklung ist jedoch die der Hygiene und Antisepsis deren Vater Louis
Pasteur (1822–1895) ist. In gleicher Weise ist der Beginn der Mikrobiologie durch Robert Koch bedeutend.

Verbesserung der Steintherapie und Entwicklung des verbesserten Blasenkatheters
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts beschäftigt man sich noch primär mit der Therapie des Harnsteinleidens und
der Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten. Ein wesentlicher Schritt ist die Entwicklung von speziellen und
flexiblen Blasenkathetern. So entwickelt Mercier (1811–1882) einen doppelt gebogenen Katheter aus Gummi mit
abgerundeter Spitze. Der erste Blasenkatheter mit Auffangbeutel wird von Reybard (1790–1863) erfunden. Schließlich
entwickelt Nélaton (1807–1873) einen weichen, geraden Blasenkatheter aus vulkanisiertem Kautschuk. Hiermit sind
relativ schonende Mittel zur Harnableitung geschaffen. Mit speziellen sehr dünnen Sonden und Kathetern gelingt es
auch bei Harnröhrenstrikturen eine Urinableitung zu schaffen. Auch die Therapie der Harnröhrenstriktur erfährt durch die
Entwicklung von speziellem Instrumentarium zur inneren Harnröhrenschlitzung durch den Chirurgen Maisonneuve ‘(1809–1897) eine grundlegende Wandlung. Diese neue Operationsmethode beginnt sich gegenüber der bisher üblichen
Schlitzung von außen durchzusetzen. Die Entfernung von Blasensteinen ist anfänglich eine sehr risikoreiche Operation.
Der französische Arzt Civiale (1796–1867) entwickelt mit seinem Lithotripter ein zangenartiges Gerät zur Zertrümmerung
und Entfernung der Steine über die Harnröhre. Die erste Lithotripsie wird im Jahre 1823 durch ihn vorgenommen.
Trotzdem kommt es weiterhin zu Komplikationen und Todesfällen. Der Berühmteste ist Halles. Civiale erhält, nicht zuletzt
aufgrund seiner Erfahrung und seiner akademischen Verteidigung der Methode, einige Betten am französischen Hospital
Necker geschenkt. Eine weitere Verbesserung stellt die, von dem in Harvard tätigen Arzt Bigelow entwickelte, Absaugung
dar. Damit können die Steine direkt nach erfolgter Zertrümmerung entfernt werden. Dieses neue Verfahren wird
Litholapaxie genannt.

Die Entwicklung der Endoskopie
Die bedeutendste Entwicklung in der Urologie, die urologische Endoskopie geht auf den Frankfurter Arzt Phillip Bozzini
zurück. Im Jahr 1806 stellt er ein erstes Endoskop mit Kerzenbeleuchtung vor. Diese Entwicklung wurde zunächst nicht
weiter verfolgt. Erst 1826 versuchte Segalas (1792–1875) erstmals die Anwendung am Patienten. Er bedient sich dabei
eines Harnblasenspiegels, dessen Beleuchtung zwei Kerzen liefern. Der französische Arzt Antonin Desormeaux (1815 bis
1882), der als Chirurg in Paris tätig war präsentierte 1853 vor der Akademie für Medizin ein Endoskop, das eine Mischung
aus Alkohol und Terpentinöl zur Beleuchtung nutzte. Damit führt er zahlreiche Untersuchungen der Harnröhre und der
Harnblase durch und veröffentlicht 1865 das Lehrbuch Traite de l’endoscopie. Der Durchbruch gelang dem Dresdner Arzt
Maximilian Nitze (1848 bis 1907) mit dem ersten elektrisch beleuchteten Zystoskop, das er 1879 in Wien präsentierte. Er
veröffentlichte 1889 sein Lehrbuch der Kystoskopie und 1894 den kystographischen Atlas. Mit der Zystoskopie beginnt
nun die genaue Untersuchung und Klassifizierung von Erkrankungen der Harnblase. Gleichzeitig werden spezielle
Ureterkatheter entwickelt, um die Harnleiter zu sondieren. Da es mit dem klassischen Zystoskop jedoch schwierig ist
entwickelt Joaquin Albarran (1860–1912) aus Paris 1897 ein spezielles Zystoskop mit mechanisch abwinkelbarer Spitze.

Nierenchirurgie
Die Chirurgen beginnen nun sich der operativen Therapie von Nierenerkrankungen zu zuwenden. Zahlreiche
Erkrankungen werden entdeckt und beschrieben. Im Jahr 1827 wird die Ektopie der Niere erstmals von Heuer und 1841
die solitäre Nierenzyste und die Hydronephrose (Wassersackniere) erstmals von Rayer beschrieben. Er beschrieb zwei
Jahre zuvor bereits die Nierentuberkulose. Robert Koch entdeckt 1882 das Tuberkelbakterium und es gelingt in der
Folge dieses auch im Urin zu erkennen. Nierentumore sind seit dem 17. Jahrhundert bekannt, werden nun aber
genauer untersucht. So beschreibt Grawitz 1883 das Hypernephrom.

Der Heidelberger Chirurg Gustav Simon (1824–1876) entfernt 1869 als erster eine Niere wegen Urinfistelbildung mit
Komplikationen, nachdem er die Operation an dreißig Hunden erprobt hatte. 1871 entfernt er eine vereiterte,
steintragende Niere, der Patient verstirbt jedoch an einer Infektion. Henry Morris gelingt 1880 die erste Nephrolithotomie
Steinentfernung aus der Niere). Durch Weiterentwicklung der Operationstechniken, insbesondere der Blutstillung sowie
durch Einführung der Wunddrainage gelingt 1889 die erste partielle Nephrektomie, um Nierensteine und –abszess zu
entfernen.

Die Tumorchirurgie beginnt ebenfalls sich langsam zu entwickeln. Wolcott versucht 1861 die Entfernung eines
Nierentumors, der Patient verstirbt jedoch an einer Infektion. Insgesamt wird dieser Eingriff insbesondere aufgrund des
späten Tumorstadiums, des hohen Blutverlustes und von Infektionen häufig nicht lange überlebt. Die Entwicklung
schreitet jedoch fort. Albarran führt 1898 die erste Entfernung von Niere und Harnleiter, die so genannte
Nephroureterektomie durch. Bereits 1887 hatte Czerny die erste partielle Nephrektomie aufgrund eines Sarkoms
durchgeführt. Im Gegensatz zu der schwierigen Chirurgie bei Nierenkrebs gelingt es häufig gutartige Geschwülste
erfolgreich zu entfernen.

 

weiter

       Krankenhaus Portal | Krankenhäuser nach Bundesländer | Krankenhäuser nach Orte / Städte | Krankenhäuser nach Krankheitsbild
Krankenhaus nach Fachrichtungen


© 2009 by krankenhaeuser-portal.eu | Impressum | Haftungsausschluss | Datenschutz

Alle Rechte vorbehalten. Ausgewiesene Marken gehören ihren jeweiligen Eigentümern. Mit der Benutzung dieser Seite
erkennen Sie die kliniken-portal.eu Datenschutzerklärung an. kliniken-portal.eu übernimmt keine Haftung für den Inhalt verlinkter externer Internetseiten.

Alle genannten Namen, Marken und Logos sind Eigentum der jeweiligen Inhaber
 

Krankenhaus nach Bundesländer:  
 » Krankenhäuser in Baden-Württemberg | Krankenhäuser in Bayern | Krankenhäuser in Berlin | Krankenhäuser in Brandenburg | Krankenhäuser in Bremen
 » Krankenhäuser in Hamburg | Krankenhäuser in Hessen | Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern | Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen
 » Krankenhäuser in Niedersachsen | Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz | Krankenhäuser in Saarland | Krankenhäuser in Sachsen | Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt
 » Krankenhäuser in Schleswig-Holstein | Krankenhäuser in Thüringen

____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

Krankenhaus nach Fachgebieten:  
 »
Allgemeine Chirurgie  |  Allgemeinmedizin  |  Anästhesiologie  |  Angiologie  |  Diabetologie  |  Frauenheilkunde und Geburtshilfe  |  Gastroenterologie  |  Geriatrie
 » Hals-Nasen-Ohrenheilkunde (HNO)  |  Herzchirurgie, Gefäßchirurgie und Thoraxchirurgie  |  Innere Medizin  |  Intensivmedizin  | Kardiologie  |  Kindermedizin und
 » Jugendmedizin  |  Kinderpsychiatrie und Jugendpsychiatrie  |  Kinderpsychiatrie und Jugendpsychiatrie mit  |  Tagesklinik | Kinderpsychosomatik und
 » Jugendpsychosomatik  |  Neurochirurgie  |  Neurologie  |  Neurologische Frührehabilitation  | Neurophysiologie  |  Neuroradiologie  |  Onkologie  |  Orthopädie
 » Pneumologie  |  Psychiatrie  |  Psychiatrie mit Tagesklinik  |  Psychosomatische Medizin  |  Psychotherapie  |  Radiologie  |  Radioonkologie  |  Rheumatologie
 » Schrittmacher Ambulanz  |  Spezielle Schmerztherapie  |  Strahlentherapie  |  Stroke Unit (Spezielle Einrichtung für Schlaganfall-Patienten)  |  Tinnitus Spezialklinik
 » Unfallchirurgie und Handchirurgie  |  Urologie  |  Verhaltensmedizin

____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

Krankenhaus nach Krankheitsbild:   
 » ADHS  |  Adipositas  | Amputationsnachsorge  |  Angst |  Anorexie |  Anpassungsstörungen  |  Aphasie  |  Asthma  |  bronchiale Atemwegserkrankungen  |  Autismus
 » Bandscheibenschäden  |  Bulimie  |  Darmerkrankungen, chronisch entzündlich  |  Demenz  |  Depressionen  |  Diabetes mellitus  |  Epilepsien 
   Errektionsstörungen | Erschöpfungszustand  |  Essstörungen  |  Fibromyalgie  |  Gastroenterologische Erkrankungen (Magen, Darm, Leber, Bauchspeicheldrüse) 
   Gefäßerkrankungen | Gelenkerkrankungen  |  Geriatrische Erkrankungen  |  Gleichgewichtsstörungen  |  Gynäkologische Erkrankungen  |  Herz-Kreislauf
   Erkrankungen  |  Hirnerkrankungen  |  Hirnschädigungen  |  HNO-ErkrankungenHyperakusis  |  Kompartment-SyndromKonflikte am Arbeitsplatz  |  Leukämie 
   Lymphome  |  Mobbing-Folgeerkrankungen  |
Multiple Sklerose  |  Muskelerkrankungen  |  Nervenentzündungen  |  Neurologische Erkrankungen  |  Neurologische
   Muskelerkrankungen  |  Neurosen  |  Onkologische  |
Erkrankungen (Tumorleiden)  |  Onkologische Erkrankungen - Herz  |  Onkologische Erkrankungen - Kopf-Hals
   Bereich  |  Onkologische Erkrankungen - Magen, Darm,  |  Leber, Pankreas  |  Onkologische Erkrankungen - Mammakarzinom  |  Onkologische Erkrankungen
   Prostata, Nieren, Blase  |  Onkologische Erkrankungen - Zentrales  |
Nervensystem  |  Onkologische Erkrankungen der Bewegungsorgane  |  Onkologische
   Erkrankungen der Haut  |  Onkologische Erkrankungen der Knochen  |
Orthopädische  |  Erkrankungen Osteoporose  |  Parasitäre Erkrankungen  |  Parkinson 
   Persönlichkeitsstörungen  |  Pneumologische  |  Erkrankungen |
Polyneuropathien  |  Postnukleotomie-Syndrom  |  Psychische  |  Erkrankungen  | 
   Psychosomatische Erkrankungen  |  Psychovegetative Erkrankungen  |  Rheuma |
Rheuma - degenerativ-rheumatische  |  Erkrankungen  |  Rheuma - entzündlich
   rheumatische Erkrankungen  |  Rheuma weichteil  |  rheumatische Erkrankungen  |
Schädel-Hirn-Verletzungen  |  Schlafstörungen  |  Schlaganfall  |  Schmerzen 
   Schmerzen - Bauchschmerzen oder Beckenschmerzen  |  Schmerzen - bei peripheren | Gefäßerkrankungen  |  Schmerzen - Chronische Wirbelsäulenschmerzen
   Schmerzen - Kopf- und Gesichtsschmerzen  |  Schmerzen - Nerven- und Tumorschmerzen  |
Schmerzen - Neuropatische  Schmerzen  |  Schmerzen
   Rückenschmerzen  |  Schmerzen - Schmerzen am Stütz- und Bewegungsapparat  |  Schmerzen - Somatoforme  |
Schmerzen Schwerhörigkeit  |  Schwindel
   Sehnenerkrankungen  |  Spondylose  |  Stoffwechselerkrankungen  |  Suchterkrankungen  |  Tinnitus  |  Trauma (Psychotrauma)  |  Unfall- und Verletzungsfolgen
   Urologische Erkrankungen (Nieren, Harnwege, Prostata, Hoden)  |  Venenerkrankungen  | Wirbelsäulenerkrankungen  |  Zerebrovaskuläre Erkrankungen 
   ZNS-Erkrankungen  |  Zwang

____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

Patner:   ATV Quad Shop  | ATV Quad Shop | ATV Quad Shop | Quad Touren | Roller Scooter Zubehör | Handy Akku | Akku Shop | Motocross Shop | Akku Shop
                 Notebook Akku | ATV Quad Shop | ATV Quad Shop | Datenkabel Shop | Pflegeheime | Kliniken | Akku Shop | Akku Shop | Batterien
                
Toner Druckerpatronen | Toner Druckerpatronen | Toner Druckerpatronen | Toner Druckerpatronen | Druckerzubehör
                 Batteries Shop | Quad ATV Shop | Motorrad Zubehör | Medizinisches Versorgungszentrum MVZ | Kabel
| kabel Shop | Kabel Shop | Kabel Shop | Kabel Shop